Kalteck-Prozess – Motorradfahrer darf Haft noch nicht antreten (Kalteck/Deg)

Prozess noch nicht endgültig abgeschlossen

Auch zwei Jahre nach dem „Kalteck-Unfall“ ist der Prozess noch nicht endgültig aufgearbeitet. Zwar hat der damals 28-Jährige Unfallverursacher im März seine fünfjährige Haftstrafe in der JVA in Straubing angetreten, der beteiligte Motorradfahrer wartet aber noch auf seinen Antritt. Grund dafür: Die Nebenklage hat gegen seine Verurteilung Revision eingelegt. Der Motorradfahrer muss sich außerdem auf ein Zivilverfahren einstellen. Am Tag der Urteilsverkündung kündigte der Nebenklageanwalt an, „ihm alles zu nehmen“. Ausschlaggebend für diese Härte sei, dass der Angeklagte im Prozess keine Reue gezeigt habe. Der damals 28- und der 54-Jährige waren zu je fünf Jahren Haft verurteilt worden, da sie im Juli 2018 mit einem Auto und einem Motorrad ein illegales Rennen auf der Strecke zwischen Leithen und Kalteck gefahren waren. Bei einem dadurch verursachten Unfall kam ein Mann ums Leben, sein 10jähriger Sohn wurde schwer verletzt.